Lübecker Kurzfilm “Menschen wie andere auch”

Der Kurzfilm "Menschen wie andere auch" (Lübeck, 2019) gibt einen Einblick in die lange und lebensbedrohliche Flucht aus Eritrea am Horn von Afrika. Deutschland bedeutet für diejenigen, die es bis hierher geschafft haben, vor allem Sicherheit und der Wunsch, ein „ganz normales Leben“ mit Familie und Arbeit zu führen. Oft gelingt diese Normalität, der Alltag. Aber dann sind da die Erfahrungen der Ausgrenzung und des Alltagsrassismus, die es ihnen nicht erlauben, sich wie andere Menschen zu fühlen - auf Augenhöhe, gleichberechtigt in unserer Gesellschaft....

“Menschen wie andere auch” — ein Zitat aus dem gleichnamigen Lübecker Kurzfilm von Lala Mnoso Rodriguez.

2019 ist das mehrmonatige Videoprojekt von Efrem Tesfay und Imke Lode aus Lübeck fertiggestellt wollten. In 15 Minuten lernt das Publikum drei eritreische Menschen kennen und bekommt biographische Eindrücke aus ihrem Leben.

In mehreren Veranstaltungen wird in den nächsten Monaten mit Hilfe des Films in Schleswig-Holstein zur Diskussion angeregt werden.

Am 29. Oktober fand online bereits das erste Format dieser Art statt. Initiiert von der Diakonie Schleswig-Holstein und den Kieler Vereinen Daero Eritrea e.V. und kulturgrenzenlos e.V., haben sich rund 20 Menschen digital getroffen. Es ging um Flucht, Ankommen in Deutschland und Diskriminierungserfahrungen im Alltag.

Der Kurzfilm gab den Anwesenden einen Einblick in die lange und lebensbedrohliche Flucht aus Eritrea am Horn von Afrika. Deutschland bedeutet für diejenigen, die es bis hierher geschafft haben, vor allem Sicherheit und der Wunsch, ein „ganz normales Leben“ mit Familie und Arbeit zu führen. Oft gelingt diese Normalität, der Alltag. Aber dann sind da die Erfahrungen der Ausgrenzung und des Alltagsrassismus, die es ihnen nicht erlauben, sich wie andere Menschen zu fühlen — auf Augenhöhe, gleichberechtigt in unserer Gesellschaft.

In der anschließenden Diskussion gab es Raum und Zeit, um eigene oder mitbekommene Rassismuserfahrungen zu teilen. Die Interkulturelle Trainerin Imke Lode führte durch den Abend und lenkte das Gespräch schließlich auf die Handlungsmöglichkeiten.
Die Teilnehmenden mit Rassismuserfahrung wünschten sich zum Beispiel mehr Zivilcourage der Mitbürger*innen, wenn sie Zeug*in von diskriminierenden Situationen werden.
Außerdem wurde über Sprache und Begrifflichkeiten diskutiert. Ein wichtiges Ergebnis war, die Selbstbezeichnungen von marginalisierten Gruppen anzuerkennen, so z.B. Schwarze Menschen, Afrodeutsche und People of Colour. Ein Glossar mit entsprechenden Erläuterungen ist hier zu finden.

Der Konsens der Teilnehmenden war, dass es wichtig ist, über Themen wie das Ankommen in Deutschland und Alltagsrassismus immer wieder zu sprechen. So wird der Kurzfilm auch z.B. Ende November in Ratzeburg und in den Antirassismus-Wochen im März 2021 in Husum gezeigt werden. Anschließend wird er auch im Internet zur Verfügung stehen.

Wenn Ihr Interesse an einer ähnlichen Veranstaltung habt, könnt ihr euch hier an Imke Lode wenden.


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