Peer-Ring: Zeitung von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung

Am 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Heike Struss, Genesungsbegleiterin bei der Diakonie Schleswig-Holstein hat eine Zeitung namens PEER-Ring ins Leben gerufen. Die Erstausgabe ist gerade erst erschienen. In diesem Blogartikel erzählt sie von dem Zweck dieser Zeitung und davon, wie ihr Traum wahr geworden ist....

“Hallo,
ich möchte hiermit gerne auf die Zeitung Peer-Ring aufmerksam machen, die nun in der Erstausgabe erschienen ist. Es ist eine Zeitung von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung.
Immer wenn ich da war, wo Menschen mit Behinderung mal so hingehen, dann liegen dort oft Zeitungen und Hefte für unsereins aus. Da steht dann viel zu Motivation, zum Nicht-Aufgeben, zu Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten und den neuesten Aktiv-Gruppen. Das ist gut, aber sollte nicht alles sein.

Mein Traum

Ich träumte von einer Zeitung voll vom ganzen Leben mit Behinderung und was dazu gehört von ganz ernst bis ganz lustig, von fachlich korrekt bis persönlich verwuselt. In dieser Zeitung solle jeder was für sich finden können, aber jeder solle auch etwas beitragen können. Wie man an der Erstausgabe schon sieht, Perfektion ist nicht der Anspruch. Es haben sich bei uns auch sicher ein paar Fehler eingeschlichen verzeiht.

Nachdem ich meine Arbeit auf dem ausgelagerten Arbeitsplatz beim Diakonischen Werk SH begonnen habe, wurde dieser Traum konkreter. Ich habe zwei Mitarbeiter finden können und habe den Traum verwirklicht.

Warum der Name?

Nun, Menschen mit Behinderung sind unter einander Peers und ein Ring ist ein Verbund. Wir verbinden uns miteinander. Und der Begriff Peering meint in der Computersprache die Vernetzung gleichrangiger Netzwerke zum Datenaustausch. Wir sind gleichrangig und tauschen uns aus.

Interessiert?

Du bist kein Peer von Menschen mit Behinderung, sondern vielleicht eine Fachkraft, ein Betreuer, vom Amt, Angehöriger, Arzt oder einfach nur Interessierter Mensch? Auch Du kannst Dich herzlich gerne beteiligen.
Du gehörst nicht zur Diakonie? Egal, wir interessieren uns dennoch für Dich und Deinen Beitrag und vielleicht interessierst Du Dich auch trotzdem für uns.
Die Zeitschrift erscheint viermal im Jahr im Abstand von ca. 3 Monaten.
Mal reinschauen? Wenn sie hier nicht mitgesendet wurde, einfach eine E‑Mail an mich und ich sende sie zu. Wer sie regelmäßig haben möchte, muss mir dies per E‑Mail mitteilen und kommt in den Verteiler.
Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, dies zu lesen.

Liebe Grüße
Heike Struss: h.struss@diakonie-sh.de”


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