Krieg gegen die Ukraine: Vergesst den Iran nicht!

Dienstag, 15. November 2022
Beginn: 18:00 Uhr

1979 wurde im Iran der Schah gestürzt und, nach einer kurzen Phase der Demokratie, die »Islamische Republik« gegründet. Seitdem wurde der Iran zur religiösen Diktatur, die Spitze der religiösen Führung steht über dem Präsidenten und der Regierung, kontrolliert die Justiz, das Parlament und die Armee.
Die ersten zehn Jahre führte die »Islamische Republik« einen Krieg gegen den Irak, in dem Hunderttausende starben. In der Schlussphase des Krieges wurde fast die gesamte Opposition in den Gefängnissen des Landes getötet, seitdem kann sie nur noch vom Ausland aus agieren.

2011 begann der Iran neue Kriege: Truppen und Milizen wurden nach Syrien geschickt, um dem Diktatur Assad gegen die Opposition beizustehen. Dann wurden Truppen in den Irak geschickt, um dort die Regierungsarmee gegen den »Islamischen Staat« zu unterstützen.
Innerhalb des Iran gibt es häufig Proteste. Es handelt sich um Proteste gegen Manipulationen bei den Wahlen zur Präsidentschaft oder zum Parlament. Es handelt sich um Proteste gegen Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Benzin. Es handelt sich um Proteste gegen die Bekleidungsvorschriften und andere Einschränkungen für Frauen.
Der Staat reagiert hart. Immer wieder wird auf Demonstrant:innen geschossen. Demonstrant:innen werden verhaftet, im Gefängnis gefoltert. Manche sterben durch die Misshandlungen in der Haft, andere werden zu langjährigen Haftstrafen verurteilt, viele werden auch zum Tode verurteilt und hingerichtet.
Die soziale Situation wird immer schwieriger. Der Iran kann die Kosten der Kriege nicht mehr bewältigen, und die Korruption verhindert eine normale wirtschaftliche Entwicklung.
Viele Menschen verlassen das Land, wollen im Ausland arbeiten oder beantragen Asyl. In Deutschland werden aber viele Asylanträge abgelehnt, weil den Flüchtlingen unterstellt wird, sie hätten das Land aus wirtschaftliche Gründe verlassen.

Bitte melden Sie sich an. Die Veranstaltung ist kostenlos, wir bitten aber um Spenden (siehe Konto unten). Mit den Spenden wollen wir die Öffentlichkeitsarbeit vor allem über Aufnahme und Aufenthaltstitel und ihre Verlängerung finanzieren.
Referent: Reinhard Pohl
Anmeldung: gesellschaft@gegenwind.info
Veranstalter: Gesellschaft für politische Bildung e.V.

2022–11-15-iran

Wir bitten um Spenden:
IBAN DE06 2001 0020 0130 0192 01
Der Verein ist gemeinnützig. Sie bekommen im Februar des Folgejahres eine Spendenquittung.
Bitte teilen Sie uns per Mail Ihre Anschrift mit: gesellschaft@gegenwind.info


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