Des Weißseins letzter Schluss?! ‑Kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Weißsein

Dienstag, 25. Januar 2022
Beginn: 09:30 Uhr
Ende: 17:00 Uhr

Beschreibung und Ziele

„Wer welche Hautfarbe hat ist doch vollkommen egal! Ich mach da gar keine Unterschiede!“

Solche oder ähnliche Aussagen sind oft von weißen Menschen zu hören. Vielen ist nicht bewusst, dass Weißsein von Geburt an mit  Privilegien verbunden ist, die den Alltag erleichtern. Dazu gehört, einkaufen gehen zu können, ohne dabei vom Ladendetektiv verfolgt zu werden, oder sicher sein zu können, dass verspätetes Erscheinen zu einem Meeting nicht auf mein Weißsein zurückgeführt wird.

Um Rassismus im Alltag entgegenzutreten zu können, möchten wir Sie einladen, sich einmal mit dem eigenen Weißsein auseinanderzusetzen – auch wenn es zu Beginn ungewohnt ist und irritieren kann. Statt zu fragen „Gibt es noch Rassismus?“ wollen wir gemeinsam mit Ihnen fragen:
„Was ist meine eigene Position in der Gesellschaft und wie kann ich diese nutzen, um mich anti-rassistisch zu verhalten?“

Der kritische Umgang mit dem eigenen Weißsein (Critical Whiteness) ist ein wichtiger Baustein im Diversity-Management-Prozess.
Kirchliche und soziale Einrichtungen haben eine Schlüsselfunktion bei der Gestaltung von Vielfalt in unserer Gesellschaft. Durch den Wert der Nächstenliebe, ihrem Dienst am Menschen und dem Ansatz der Wohltätigkeit können sie das konstruktive Miteinander stärken, weil sie sich gegen Benachteiligung und für Gerechtigkeit einsetzen.

Um diese Werte zu realisieren, wollen wir kirchliche und soziale  Einrichtungen – die in der Regel sehr weiß geprägt sind – ermuntern, sich aktiv mit ihrer Struktur und ihren weißen Privilegien auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.

Inhalte
‣ Rassismusverständnis: Definition(en), historischer und aktueller Kontext
‣ Machtimbalancen und Privilegien: weiße Positionierung und ihre historische und aktuelle Dimension, weiße Norm und Unsichtbarkeit
‣ Widerstand gegen Wandel: weiße Vermeidungsstrategien und Abwehrmechanismen, (un-)bewusste Stabilisierung des (rassistischen) Status Quo
‣ Critical Whiteness und Allyship: Bedeutung der kritischen (Selbst-)Reflexion, Möglichkeiten des Umgangs mit Privilegien
‣ Praxistransfer: Arbeit mit Fallbeispielen, Übertragung auf (berufliche) Alltagskontexte, Entwicklung von Handlungskompetenzen, kritische Selbstreflexion und Perspektiverweiterung

 

Referentinnen:

Anna Cardinal — Initial C — Sinologin (M.A.), Beraterin, Diversity Trainerin aus Hamburg — http://initial‑c.de/

Sina Hätti — Soziologin (M.A.) Diversity Trainerin, Systemische Beraterin

 

Aufgrund der derzeitigen Zahlen in der Pandemie wurde die Fortbildung auf Online umgestellt. Die Zugangsdaten für den Workshop werden rechtzeitig vorher per Mail zugesendet.

Die Fortbildung wird im Rahmen des europäisch geförderten AMIF-Projekts “Dialog(t)räume” angeboten.

 

Anmeldung  bis zum 19.01.22https://www.diakonie-sh.de/veranstaltungen/detail/ws-des-weissseins-letzter-schluss-kritische-auseinandersetzung-mit-dem-eigegen-weisssein

 

Weitere Infos:

Andrea Bastian, bastian@diakonie-sh.de

Projektkoordinatorin “Dialog(t)räume” in Schleswig-Holstein

Diakonie Schleswig-Holstein


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