Was ist Adultismus?

Der Begriff Adultismus leitet sich von dem englischen Begriff „adult“ für „Erwachsen“ und der Endung -sim oder -ismus als Kennzeichnung eines gesellschaftlich verankerten Machtsystems ab. Adultismus benennt das ungleiche Machtverhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern und Jugendlichen, also die Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen allein aufgrund ihres Alters. Infolge des ungleichen Machtverhältnisses ist es besonders schwierig für Kinder und Jugendlich sich gegenüber Erwachsenen zum Beispiel gegen Rassismus oder Sexismus zu wehren.

Wo und wie findet Adultismus statt?

So ein ungleiches Machtverhältnis kann sich eigentlich überall dort wiederfinden, wo Kinder und Jugendliche auf Erwachsene treffen. Also beispielsweise in pädagogischen Einrichtungen wie KiTa oder Schule, aber auch in der eigenen Familie.

Adultismus ist so alltäglich, dass die Art und Weise, wie Kinder behandelt, oder wie wir selbst als Kinder behandelt wurden, nicht oft in Frage gestellt wird. Dabei wird immer wieder diskutiert, inwieweit das ungleiche Machtverhältnis als “normal” gelte und ab wo die Diskriminierung beginnt.

Wichtig zu verstehen, Adultismus ist oft die erste Form von Diskriminierung, die Menschen erleben. Kinder lernen dabei früh, dass die Abwertung und Unterdrückung anderer in Ordnung ist. Das kann dann dazu führen, dass auch andere Formen der Diskriminierung nicht als Problem wahrgenommen werden.

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